Edmund Stoiber verlangt rasches Anti-Doping-Gesetz
Bayern verstärkt seinen Einsatz für ein Anti-Doping-Gesetz in Deutschland. Ministerpräsident Endmund Stoiber (CSU) beauftragte in der Kabinettssitzung Justizministerin Beate Merk und Kultusminister Siegfried Schneider Grundlagen dafür auszuarbeiten.
Stoiber erklärte, dass ein Anti-Doping-Gesetz noch in dieser Legislaturperiode (bis 2009) in Kraft treten sollte. «Wir brauchen in Deutschland eine Null-Toleranz-Politik gegen Doping, so wie es die anderen großen Sportnationen machen», sagte Stoiber. Der Ministerpräsident verwies darauf, dass Länder wie Frankreich, Italien oder Spanien längst Anti-Doping-Gesetze haben. Die Konsequenz sei, dass dort gegen Doping hart durchgegriffen werde. So hatten die Behörden in Spanien im Vorfeld der am Wochenende beendeten Tour de France gegen den Großteil der Top-Favoriten wie Jan Ullrich zugeschlagen. Dieses konsequente Vorgehen wäre in Deutschland nicht möglich gewesen, sagte Stoiber.
Der bayerische Ministerpräsident begrüßte, dass nach dem Skandal bei der Frankreich-Rundfahrt der deutsche Sport im Anti-Doping-Kampf mobil mache. Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Thomas Bach, und andere Spitzenvertreter des Sports hatten zum Ende der Tour vom Staat schärfere Gesetze vor allem gegen die Hintermänner gefordert. «Mit der Trockenlegung des Sumpfes im Umfeld der Athleten, mit der Zerstörung dieser Netze, kann der Staat seinen wirksamen Beitrag zu einem effektiven Kampf gegen Doping leisten. Dafür braucht der Staat gesetzliche Grundlagen», hatte Bach erklärt. (Quelle: Yahoo)
|
|
|
24.07.2006
|