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Aus! Nach dem umfassenden Dopinggeständnis sieht Jörg Jaksche keine Zukunft mehr im Profi-Radsport für sich




Ansbach, 25.04.2008 - Jahrelanger Dopingkonsum hat den Ansbacher Jörg Jaksche (Foto) nun seinen Beruf als Radprofi gekostet. Der 31-jährige erklärte heute nach einer Absage des Team Milrams sein Karriereende. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte Jaksche gestern: "Ivan Basso habe es 'wohl intelligenter gemacht', und ergänzt: 'Dann haben die anderen jetzt gewonnen.'"


Auszüge aus Jaksches Gespräch mit der Münchener Zeitung unten. Der vollständige Bericht vom Münchener Radsportexperten Andreas Burkert unter: www.sueddeutsche.de

Jaksche war ein Kunde des spanischen Dopingarztes Eufemiano Fuentes und wurde aufgrund der Kronzeugenregelung nur ein Jahr gesperrt, so dass er ab dem 1. Juli 2008 wieder profesionell hätte Radsport betreiben können. Doch daraus wird nichts: "Meine Karriere ist nun vorbei. Denn wenn ich in Deutschland nun wirklich nicht unterkomme, dann nirgendwo."

Der Ansbacher Jaksche hatte gehofft beim deutschen Pro-Tour-Rennstall Milram unterzukommen, doch nun erhielt Jaksche auch von diesem Team eine Absage. Möglicherweise auch, weil bereits Liquigas nach der Verpflichtung von Basso zur nächsten Saison auf extremen Gegenwind aus dem Fahrerlager stößt.

Seinen größten Erfolg feierte Jörg Jaksche im Jahr 2004, als er die "Fahrt zur Sonne", Paris - Nizza, für sich entscheiden konnte. Im gleichen Jahr holte er sich auch den Sieg bei der Mittelmeer-Rundfahrt. Komplettiert werden seine Erfolge durch den Gewinn der Mannschaftswertung, sowie des Teamzeitfahrens bei der Tour de France 2002.

Nach dem Ende seiner aktiven Radsportkarriere wird Jaksche nun ersteinmal in den Urlaub fahren und anschließend an seinem BWL-Studium weiterarbeiten. Sicherlich wäre es ihm zu wünschen gewesen, dass er nach seinem Geständnis nocheinmal ein Team findet, doch so bleibt Jaksche ein eindrückliches Beispiel, wie man auch als Dopingsünder im besten Radsportalter seine Karriere ruinieren kann.


Der Süddeutschen Zeitung sagte Jaksche gestern, er habe seit November wieder trainiert, "oft wie ein Blöder", fünf, sechs Stunden am Tag. Denn Radfahren mache ihm weiterhin viel Spaß, als Pflicht habe er das Training jedenfalls noch nie empfunden. Und er, Jaksche, wollte bereit sein für den Fall, dass sie ihn doch wieder fahren lassen würden. Eine Hoffnung habe er noch besessen.

Weiter schreibt die Süddeutsche Zeitung, Jaksche dürfte am 30. Juni 2008 wieder Rennen fahren. Ein Jahr Fahrverbot habe er für seinen vom Blutdoktor Eufemiano Fuentes unterstützten Betrug erhalten. Der Franke, so die Süddeutsche, habe gestanden und umfassend ausgesagt, auch beim BKA. Jaksche in dem Bericht der "Süddeutschen" aus München: Gerolsteiner-Manager Hans-Michael Holczer habe jedoch befunden, für ein Engagement im Team habe Jaksche zu wenig erzählt.

"Eine nächste Saison wird es für ihn als Profi kaum mehr geben, sagte Jaksche der "Süddeutschen". Er werde sein Studium wieder aufnehmen Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre).

Dabei habe Jaksche seine Karriere so nicht beenden wollen, beteuerte er in dem Gespräch mit der Münchener Zeitung. Wörtlich sagte er: "Ich wollte nicht, dass die Vorhersagen eines Bjarne Riis eintreffen". Gerade beim CSC-Teamchef, der ihm mit der Rache der Omertà-Gemeinde drohte, habe er "noch mal am Fenster vorbeifahren wollen", gestand der Ansbacher dem Radsportexperten der Süddeutschen Zeitung Andreas Burkert.

Doch am Freitag habe Jaksche eingesehen, "dass sie einen Basso mit offenen Armen empfangen - aber du selbst musst von Pontius zu Pilatus und bleibst dann am Ende ein Aussätziger", wird Jaksche in dem Bericht zitiert.

Seine jetzige Situation beschreibt Jaksche gegenüber der Süddeutschen Zeitung zum Abschied so: "Ivan Basso habe es 'wohl intelligenter gemacht', und ergänzt: 'Dann haben die anderen jetzt gewonnen.'"

Der vollständige Bericht über das Gespräch mit Jörg Jaksche: www.sueddeutsche.de







Jörg Jaksche beendet Karriere, Foto: www.joergjaksche.com


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