Rücktritt von Jan Ullrich
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Der größte Radsportler Deutschlands beendet seine Karriere. Jan Ullrich, Tour de France-Sieger des Jahres 1997 und zweimaliger Sportler des Jahres, zieht sich aus dem aktiven Radsport zurück. Das gab der Rostocker am Montag bei der Pressekonferenz im Hamburger Intercontinental Hotel bekannt. Er will zukünftig als Berater, Werbeträger und Repräsentant für das Team Volksbank tätig sein.
Seit nunmehr acht Monaten hatte Ullrich keine Rennen mehr bestritten. In Verbindung mit dem Dopingskandal um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes, tauchte immer wieder der Name Ullrich auf. Er war im Juni des vergangenen Jahres von der Tour de France ausgeschlossen worden, es folgten Vorwürfe und Anschuldigungen, Verfahren gegen den einstigen Vorzeigesportler wurden eröffnet. Den Ausschluss von der Tour bezeichnete Ullrich als "Vorverurteilung gegenüber uns Sportlern, die es vorher noch nie gegeben hat und die es in einem Rechtsstaat nicht geben sollte".
Der einzige Tour-Sieger Deutschlands, wurde in den vergangenen Monaten immer wieder in Verruf gebracht, er hätte dauerhafte Kontakte zum Mediziner Fuentes gehabt, ihm sogar 5-stellige Eurobeträge für seine Dopingdienste gezahlt. Ullrich beteuert indes weiter, nichts falsches getan zu haben. "Ich hab mir nichts vorzuwerfen. Ich habe in meiner ganzen Karriere keinen betrogen und geschädigt."
Viele, die heute mit Aufklärung gerechnet hatten, wurden enttäuscht. Anstatt Licht in die Sache zu bringen, ging Ullrich mit Verbänden und Funktionären hart ins Gericht. "Ich komme mir vor wie ein Schwerverbrecher.", wiederholte Ullrich erneut. Er habe jedes Vertrauen in die spanischen Behörden verloren, und glaube nicht an ein gerechten Weg, seine Unschuld zu belegen. Zuviel sei bislang gemutmaßt, verändert und hineininterpretiert worden. (Daniel Schönhoff)
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26.02.2007
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