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Info: Übersicht Doping-News 2008 auf LiVE-Radsport.ch | Doping-Forum

Tour-de-France-Sieger Riis gibt jahrelanges Doping zu


Der heutige CSC-Teamchef Bjarne Riis hat als bis jetzt 7.Ex-Telekom Fahrer zugegeben Dopingmittel benutzt zu haben. Auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen gab der Däne an von 1993 bis 1998 EPO und andere Mittel wie Wachstumshormone als Doping genutzt zu haben

Riis hatte eigentlich mit seiner Vergangenheit abgeschlossen und wollte nicht mehr darüber reden. Jetzt war aber die Zeit gekommen etwas zu sagen. "Ich habe Dinge getan, die ich heute bereue.
Ich bin heute klüger geworden. Ich habe Doping genommen, ich habe EPO genommen. Es war Teil meines Alltags. Ich habe es selber gekauft und eingenommen.", gab der Tour de France Sieger von 1996 zu. Weiterhin sagte er: "Die Verantwortung liegt bei mir, ich habe gegenüber anderen und gegenüber mir gelogen. Ich habe gedacht die Vergangenheit ist die Vergangenheit und abgeschlossen, aber das ist nicht so. Ich möchte mich entschuldigen." und "Ich hatte keine andere Wahl als 11 Jahre lang zu lügen".

Über Doping von anderen wisse Riis nichts. Er weis nicht ob Ullrich gedopt war, ebenso könne er nicht für Basso oder Hamilton sprechen. Von ihren Kontakten mit Fuentes habe er aber nichts mitbekommen.
Der 43jährige gab auch wie erwartet an, dass die Ärzte vom Doping gewusst und es so kontrolliert hatten, dass es nicht gefährlich wurde.
Er kritisierte aber die Leute die ihm den Spitznamen Mister 60% gegeben hatten und Walter Godefroot, wie auch Jef D'Hont: "D'Hont war der Erste, der mir eine Spritze setzte, das vergisst er immer zu erwähnen.", "Ich glaube, Godefroot hatte da ein blindes Auge. Ob er was gewusst hat, weiß ich nicht. Aber ich glaube, dass er nichts wissen wollte."

Zum Doping heute meinte der Däne, dass bei den heutigen Tests Doping in diesem Ausmaß nicht mehr möglich sei: "Heute kann niemand unser Testsystem umgehen." Dass CSC sauber ist will er auch beweisen: "Ich will Mittel bereitstellen, um zu beweisen, dass mein Team sauber ist."

Riis ist stolz auf seine Ergebnisse, auch wenn sie nicht auf ganz ehrlichem Weg entstanden sind. Auch um den Verlust des Toursiegs scheint er keine Angst zu haben: "Mein Trikot liegt zu Hause im Pappkarton in der Garage. Wenn Ihr es holen wollt, Bitteschön!"



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