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Info: Übersicht Doping-News 2008 auf LiVE-Radsport.ch | Doping-Forum

Alberto Contador von Jaksche belastet


Jörg Jaksche sorgte mit einer umfassenden Doping-Beichte im Vorfeld der Tour de France für Aufsehen. Nun belastet der Deutsche seinen Ex-Teamkollegen und Tour-Gesamtsieger Alberto Contador schwer.

Er ist der erste spanische Gesamtsieger der Tour de France seit Miguel Indurain 1995. Doch das Gelbe Trikot von Alberto Contador hat schwarze Flecken. Im Jahr 2006 tauchte sein Name in Zusammenhang mit der Dopingaffäre rund um den Frauenarzt Eufemiano Fuentes auf, doch der Name des 24-Jährigen verschwand von der ominösen Liste der Verdächtigen in der „Operacion Puerto“.

Weil alles nur ein Missverständnis gewesen sei, versicherte Contador. Doch der Deutsche Jörg Jaksche, Ex-Teamkollege in der Truppe von Manolo Saiz, sieht das anders. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung zweifelt er an der Glaubwürdigkeit des Tour-Triumphators 2007.

Bereits U23-Team war gedopt
2002 kam Contador in die Mannschaft von Jaksche. Damals fuhr der Spanier jedoch noch für das Nachwuchsteam. „Er (Contador, Anm.) war sicher talentiert, aber berauschend waren seine Ergebnisse auch wieder nicht“, stellte der geständige Dopingsünder fest.

Jaksche räumte ein, dass bei seinem damaligen Rennstall Liberty Seguros systematisch gedopt worden wäre. „In den Akten ist übrigens auch ausdrücklich erwähnt, dass die U23-Mannschaft (in der Contador unter Vertrag war, Anm.) ebenfalls schon Wachstumshormone und Testosteron erhielt“, sagte Jaksche in dem Interview.

Jaksche: "Habe Fuentes' Handschrift erkannt!"
Ob die Kürzel A.C., das auf einem der Dokumente der sichergestellten Fuentes-Unterlagen steht, wirklich für Contador steht, wollte Jaksche nicht bestätigen. Er kenne das besagte Dokument aus seinen Akten und gehe davon aus, dass es der Medikationsplan für das Liberty-Tour-Team von 2005 sei. „Ich habe jedenfalls auf diesem Zettel Fuentes’ Handschrift wiedererkannt“, sagte Jaksche.

Unter anderem beinhaltete diese Liste die Abkürzungen „J.J.“ (wie Jaksche bestätigte handelt es sich dabei um sich selbst) und „R.H.“ (wie Roberto Heras). Aus diesem Grund liege der Schluss doch sehr nahe, dass Contador wirklich hinter „A.C.“ stecke, mutmaßte Jaksche.

Dass Contador seitens der spanischen Behörden und des Internationalen Radsportverbandes (UCI) nicht mehr in Zusammenhang mit der Fuentes-Affäre genannt wird, scheint Jaksche unerklärlich: „Dabei hatte doch auch sie (die UCI, Anm.) ihn identifiziert, so steht es jedenfalls in ihren Unterlagen, die ich gesehen habe“, stellte der Deutsche gegenüber der Süddeutschen Zeitung fest.

Verschwundene Namen und Blutbeutel
„Spanien ist das Problem vielleicht zu groß geworden, weil es sich wohl nicht nur auf Radsport beschränkt“, versucht sich Jaksche die Tatsache, dass nicht alle in die „Operacion Puerto“ verstrickten Sportler aufgedeckt wurden, zu erklären. „Und es würde mich nicht wundern, wenn er (der Blutbeutel mit dem Code „A.C.“, Anm.) verschwunden wäre.“

Was bleibt ist die Frage, ob die erhobenen schweren Vorwürfe auf Tatsachen beruhen, oder ob aus Jörg Jaksche die Enttäuschung eines gefallenen Stars spricht. „[…] ob er jetzt sauber ist, weiß wohl nur er“, musste auch der Deutsche zugeben.

Quelle: sportnet.at




Contador sicherte sich 2005 und 2006 Etappensiege bei der Tour de Romandie.



Jörg Jaksche fuhr 2001 die Tour de France


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